
Österreich zählt zu den OECD Ländern mit der stärkste Abhängigkeit des Bildungserfolgs vom Elternhaus.
Eine inklusive, gemeinsame Schule aller Kinder von sechs bis 15 Jahren, die ganztägig geführt wird, ist ein effektives Mittel um dieser Ungerechtigkeit entgegenzuwirken.
Eine mit ausreichend Ressourcen ausgestattete Gemeinsame Schule fördert und fordert alle Kinder unabhängig von ihrem sozioökonomischen Status, Geschlecht, Herkunft, Noten und Fähigkeiten.
Welche Bedeutung hat in diesem Zusammenhang Inklusion und Sonderpädagogik
- Grundhaltung: Diverses Schulsystem und Teilhabe als Menschenrecht
Wir stehen ein für ein diverses Schulsystem, das den individuellen Bedürfnissen von Schüler:innen gerecht wird. Voraussetzung dafür ist ein gesamtgesellschaftliches Umdenken und eine Haltung, in der Teilhabe als Menschenrecht vorbildlich gelebt wird.- Ressourcen als Grundlage gelingender Inklusion
Um dies umsetzen zu können, braucht es verlässliche personelle, finanzielle und räumliche Ressourcen. Pauschale Budgetdeckelungen – insbesondere im Bereich der sonderpädagogischen Unterstützung – lehnen wir ab, da sie bedarfsgerechte Förderung strukturell verhindern. Ebenso treten wir Verzögerungen bei der Zuteilung notwendiger Ressourcen entschieden entgegen: Unterstützung muss rechtzeitig und entsprechend dem tatsächlichen Bedarf zur Verfügung stehen.- Verbindliche Rahmenbedingungen und fachliche Zuständigkeit
Verbindliche bundesweite Richtlinien für Inklusion und sonderpädagogische Unterstützung sind notwendig, um klare Standards und Planungssicherheit zu gewährleisten. Diese müssen von den Ländern einheitlich umgesetzt werden, um regionale Ungleichheiten zu vermeiden. Pädagogische Entscheidungen sollten ausschließlich am Wohl des Kindes orientiert und von fachlich qualifizierten Expert:innen getroffen werden.- Sonderpädagogische Expertise und inklusive Schulstrukturen
Sonderpädagogische Expertise ist unverzichtbarer Bestandteil inklusiver Bildung und muss in ein gemeinsames System integriert werden und nicht in separierenden Strukturen verbleiben. Ziel ist eine bedarfsgerechte Unterstützung für jedes Kind.
Wir befürworten inklusive Schul- bzw. Inklusionszentren, die unterschiedliche Lernsettings unter einem Dach ermöglichen – von inklusiven Klassen bis zu kleinstrukturierten Gruppen. Diese Vielfalt ist Voraussetzung gelingender Inklusion. Grundlage dafür sind gut ausgebildete Pädagog:innen mit entsprechender fachlicher Expertise, die inklusive Bildungsprozesse professionell begleiten und gestalten.

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