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	<title>Debatte &#8211; ÖLI-UG</title>
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	<description>Österreichische LehrerInnen Initiative - ÖLI-UG Österreichische Lehrer/innen Initiative - Unabhängige Gewerkschafter/innen</description>
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		<title>5. Oktober ist Weltlehrer:innentag &#8211; Lehrerinnen und Lehrer verdienen sich Wertschätzung!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hannes Grünbichler]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Oct 2023 04:52:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bildung und Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[ÖLI - News Blog]]></category>
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		<category><![CDATA[Tag des Lehrers]]></category>
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					<description><![CDATA[Zum Tag des Lehrers verdienen wir uns Wertschätzung und Ehrlichkeit. Eine Stellungnahme unserer Vorsitzenden.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Kolleginnen und Kollegen,</p>
<p><strong>heute ist der 5. Oktober, das ist der Weltlehrer:innen-Tag.</strong> Wir, die Vorsitzenden der ÖLIUG, <strong>Claudia Astner</strong> und <strong>Hannes Grünbichler</strong>, meinen, an diesem Tag müssen wir uns und den Bildungsverantwortlichen ins öffentliche Bewusstsein holen, was wir als Lehrer:innen so leisten. <strong>Dazu benötigt es einen Blick auf die der Gewerkschaft lange versprochene</strong><span class="css-901oao css-16my406 r-poiln3 r-bcqeeo r-qvutc0"><strong> Arbeitszeitstudie durch das Bildungsministerium. Diese gibt es aber nicht in aktualisierter Form!</strong> Bereits die letzte Erhebung vor 24 Jahren (1999 für LehrerIn 2000) hat gezeigt , dass die 1776 Stunden an Jahresarbeitszeit bei einer Vollbeschäftigung nicht einhaltbar sind, dabei sind ständig neue Arbeitsbelastungen hinzugekommen und der jüngste <a href="https://www.oecd.org/publications/bildung-auf-einen-blick-19991509.htm" target="_blank" rel="noopener"><strong>OECD Bericht &#8222;Bildung auf einem Blick 2023&#8220;</strong></a> bestätigt, dass gut ausgebildete Lehrer:innen weniger verdienen als andere Vollzeitbeschäftigte mit einem gleichzuhaltenden Hochschulabschluss. Es ist müßig darauf hinzuweisen, dass diese Ungerechtigkeit in Österreich noch größer ist als in anderen Ländern.<br />
</span></p>
<h5><strong>Der 5. Oktober ist der Tag der Wertschätzung.</strong></h5>
<p>Wir benötigen keine Medienaussendungen der Bildungsverantwortlichen, sondern ihren Willen, sich mit den Arbeitsrealitäten einer Lehrerin und eines Lehrers auseinanderzusetzen. <strong>Schluss mit dem Lehrer:innen-Bashing!</strong> Fünf Minuten der Wertschätzung zum Lesen dieses <strong><a href="https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/lehrer-in-der-schule-wie-viel-arbeiten-lehrkraefte-wirklich-19208227.html?premium=0x39d1b0092f929a64d261f92a509a9d3b03255106d5d74f529310e282d27cad30&amp;GEPC=s5" target="_blank" rel="noopener">FAZ-Artikels &#8222;Wie lange halten Lehrer durch?&#8220;</a> </strong>vom 4. Oktober über die Arbeitsbelastung in der Schule:<br />
Darin zeichnet der Arbeitswissenschaftler Frank Mußmann, der zur Arbeitszeit von Lehrerinnen und Lehrern forscht, ein Bild über eine ganz normale Schulwoche. Das soll ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden, schließlich haben Lehrer:innen im Vergleich zu anderen Beschäftigten einige arbeitsfreie Wochen (&#8222;die Ferien&#8220;) mehr. Mußmann legt dies auf die Schulzeit um und kommt so rechnerisch auf eine wöchentliche Sollarbeitszeit von rund 47 Stunden. Diese 7 Stunden an Mehrarbeit ergeben in 36 Unterrichtswochen 252 unbezahlte Plusstunden. Diese werden dann mit den 5 Wochen Urlaub in den Ferien abgebaut. <strong>Der <a href="https://kooperationsstelle.uni-goettingen.de/dokumentation/forschungsstand-2022" target="_blank" rel="noopener">Forschungsstand zu Arbeitszeiten und Arbeitsbelastungen von Lehrkräften</a> zeigt, wir arbeiten aber mehr!</strong></p>
<p>Eine weitere Überraschung gibt ebenfalls zu denken: <strong>Das Unterrichten selbst, die eigentliche Kernkompetenz von Lehrer:innen, laut Schulforschung der Garant für den Lernerfolg, nimmt oft nur noch 30 bis 40 Prozent unserer Arbeitszeit ein.</strong></p>
<p>Jede Person, die über Lehrermangel spricht, sollte eines wissen, es sind die Rahmenbedingungen: <strong>Die hohe Arbeitsbelastung unter dem Schuljahr, das unzureichende Unterstützungssystem, die schlechte Bezahlung und das ständige Jammern über die Ferien &#8211; die wir uns erarbeiten und dringend zur Regeneration brauchen &#8211; machen uns zu schaffen.</strong> Wir haben das nicht verdient. Wir verdienen Wertschätzung, weil wir trotz dieser widrigen Umstände noch immer gerne mit den Kindern und Jugendlichen arbeiten. Das macht den Beruf Lehrer:in zu einem schönen Beruf.</p>
<p><strong>Wir fordern, unsere Arbeitsrealitäten ernst zu nehmen, nur dann kann man sie auch ins Bessere verändern.</strong></p>
<p>Mit wertschätzenden Grüßen</p>
<p>Claudia Astner und Hannes Grünbichler<br />
als Vorsitzende der ÖLIUG</p>
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			</item>
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		<title>Kürzeres Lehramt, Kleiderordnung &#8211; alles Scheindebatten einer visionslosen Bildungspolitik</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hannes Grünbichler]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Sep 2023 14:48:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bildung und Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Info für PädagogInnen]]></category>
		<category><![CDATA[ÖLI - Forderungen]]></category>
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		<category><![CDATA[Arbeitsbedingungen]]></category>
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		<category><![CDATA[Streik]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Diskussionen über eine geplante Verkürzung des Lehramtsstudiums von sechs auf fünf Jahre oder über eine Kleiderordnung an Schulen sind Teile von bildungspolitischen Scheindebatten. Wir denken, die Gewerkschaft hat sich dafür einzusetzen, dass die Rahmenbedingungen und die Gehälter besser werden. Scheindebatten interessieren die KollegInnen nicht.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<blockquote class="twitter-tweet">
<p dir="ltr" lang="de">Ein weiterer Teil einer Scheindebatte. Bildungsminister will hier nur von realen Problemen im Bildungssystem ablenken.<a href="https://t.co/wcnd05CJTe">https://t.co/wcnd05CJTe</a></p>
<p>— Hannes Grünbichler (@HGrunbichler) <a href="https://twitter.com/HGrunbichler/status/1708130242458481051?ref_src=twsrc%5Etfw">September 30, 2023</a></p></blockquote>
<p><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<p>(<em>OTS, Wien</em>): Die Diskussionen über eine geplante Verkürzung des Lehramtsstudiums von sechs auf fünf Jahre oder über eine Kleiderordnung an Schulen sind Teile von bildungspolitischen Scheindebatten, an denen wir uns als Unabhängige LehrergewerkschafterInnen der ÖLI-UG nicht beteiligen. Diese Diskussionen sollen Bewegung im Bildungsministerium simulieren, die es derzeit einfach nicht gibt.</p>
<p>Die vom Bildungsministerium wahrgenommene Wirklichkeit geht an den realen Problemen an den einzelnen Schulstandorten vorbei. <strong>Wir haben zu wenige Lehrer und Lehrerinnen und das wird noch lange so bleiben, auch mit kürzerem Lehramt. Die Arbeit in der Klasse ist unattraktiv, nicht wegen der Kinder und Jugendlichen, sondern wegen der Rahmenbedingungen.</strong> Dafür ist Bildungsminister Polaschek in die Verantwortung zu nehmen.</p>
<p><strong>Wir wissen, dass die Lehrergehälter zu niedrig sind</strong>, das hält auch der jüngste <a href="https://www.oecd.org/publications/bildung-auf-einen-blick-19991509.htm" target="_blank" rel="noopener">OECD-Bericht</a> für Österreich fest. Wenn der Bundesminister diesen gelesen hätte, wüsste er, dass „Lehrer und Lehrerinnen weniger als andere Vollzeitbeschäftigte mit einem Hochschulabschluss verdienen“ und auch, dass „diese Lücke in Österreich größer ist als in anderen Ländern.“</p>
<p>Ein Schelm ist, wer denkt, dass die jetzt geführte Diskussion ums Lehramt auch damit zu tun hat. Wenn man mit einem Kurzstudium in der Klasse genügt, kann man auch niedrige Gehälter gut argumentieren.</p>
<p><strong>Wir denken, die Gewerkschaft hat sich dafür einzusetzen, dass die Rahmenbedingungen und die Gehälter besser werden. Scheindebatten interessieren die KollegInnen nicht.</strong></p>
<p>Eine Reform der Lehramtsausbildung dauert lange, wirkt erst in mehreren Jahren und bringt den sich bereits im Dienst befindlichen Lehrern und Lehrerinnen nichts.<strong><br />
</strong></p>
<blockquote class="twitter-tweet">
<p dir="ltr" lang="de">Experte: Als kurzfristige Maßnahme gegen Lehrermangel nicht effizient</p>
<p>Als kurzfristige Maßnahme gegen den Lehrkräftemangel sei eine Kürzung der Ausbildung wohl nicht effizient, so der Bildungsexperte Marko Lüftenegger.<a href="https://t.co/X3dawnWafz">https://t.co/X3dawnWafz</a></p>
<p>— Österreichische LehrerInnen Initiative (@oeliug) <a href="https://twitter.com/oeliug/status/1708182692028694985?ref_src=twsrc%5Etfw">September 30, 2023</a></p></blockquote>
<p><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
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