Eine weitere Pensionsreform ist nicht erforderlich, die letzten Reformen greifen – wir müssen länger arbeiten und bekommen weniger Pension – und die gebetsmühlenartig wiederholte Drohung
mit der „
bevorstehenden Kostenexplosion“ ist eine Lüge.

Trotzdem: Der Angriff dieser Regierung auf unser Pensionssystem wird kommen, weil es die IV und die Finanzlobby so will.

Der aktuellen Ageing Report (siehe Trend „Wir brauchen kein höheres Pensionsantrittsalter“) mit seinen seriösen Langzeitrechnungen
der EU, zeigen eindeutig, dass die öffentlichen Ausgaben für die Pensionskosten von derzeit 13,9 % des BIP nur marginal bis 2040 steigen. Danach werden sie bis 2070 wieder leicht sinken. Trotz
der Änderung der Altersstruktur und der erwarteten weiteren Steigerung der Lebenserwartung, erhöhen sich die Kosten für die Pensionen der Österreicher*innen de facto nicht. Diese Studie straft
alle Warner vor einer bevorstehenden Kostenexplosion lügen.

 

Diese Fakten interessiert aber die türkisblaue Regierung nicht.

Entsprechende Signale künden davon:
Der Angriff auf unser Pensionssystem wird kommen, wenn diese Regierung nicht geht/gehen muss.

Zum Beispiel denkt Hartinger-Klein bereits laut und in der Öffentlichkeit darüber nach, wie sie mit Einsparungen bei Frühpensionen, also Hackler- und Korridorregelung, zur Mitfinanzierung der
Steuerreform beitragen kann. Auch die Demontage des Umlageverfahrens ist im Gespräch. Argumentativ unterstützt werden sie dabei von Marin (Mr. wes Brot ich ess, des Lied ich sing) und den extrem
neoliberalen Lobbyverein „Agenda Austria“*: „Kurzfristig ist sicher einmal das meiste bei den Beamten zu holen“, meinte 2016 ein Mitglied der Agenda Austria in der Presse. Ähnliche Wortmeldungen
kommen in regelmäßigen Abständen aus dieser Ecke. Aber kein Wort vom aktuellen Ageing Report.

Dazu schreibt Sadettin Demir im Newsletter der
GEMEINSAM-UG
– Die Alternative(n) in der Arbeiterkammer und in den Gewerkschaften in Vorarlberg

 

Hände weg vom Umlageverfahren

 

Unser Pensionssystem funktioniert nun seit mehr als 100 Jahren. Es hat zwei Weltkriege, zwei Diktaturen zahlreiche Wirtschaftskrisen und mehrere Währungsumstellungen überlebt. Warum? Weil es so
simpel ist: Was wir in diesem Monat an die derzeit noch selbstverwaltete Pensionsversicherungsanstalt einzahlen, erhalten unsere Eltern und Großeltern im nächsten Monat ausbezahlt. Soziale
Komponenten garantieren das Überleben auch für jene, die aus welchen Gründen auch immer nur wenig in das Pensionssystem einzahlen konnten. Ganz anders ist es in all jenen Systemen und Ländern, in
denen sich die Pension „versicherungsmathematisch“ berechnet. Hier ist nicht sichergestellt, dass jemand, der sein Leben lang einzahlt, im Alter gegen Armut abgesichert ist. Auch die die im
Vergleich zur gesetzlichen Sozialversicherung immens hohen Kosten für Werbung, Verwaltung und Dividenden sprechen gegen einen Wechsel in ein privatwirtschaftliches System.
Dennoch gelingt es der privaten Versicherungswirtschaft mit einem Dauerfeuer an Nebelgranaten Verunsicherung bei den Sozialversicherten zu erzeugen. Die Pensionsversicherung wäre für sie ein
riesiger Markt. Die Profite locken. Sie investiert gewaltige Summen und geht mittlerweile sogar so weit, dass sie einen der ihren als Finanzminister abstellt, quasi als Oberlobbyist gegen das
Umlagesystem und für den Profit der Aktionäre.
Wir unterstützen daher die parlamentarische Bürgerinitiative der AK Vorarlberg!
Nur gesetzliches Pensionssystem bietet verlässliche Alterssicherung für alle

 

Unterstützen – Unterschreiben

Die Parlamentarische Bürgerinitiative betreffend DIE
VERFASSUNGSRECHTLICHE ABSICHERUNG DES SOLIDARISCHEN GESETZLICHEN PENSIONSSYSTEMS NACH DEM UMLAGEVERFAHREN.