Zwei Kommentare zum Ergebnis der Gehaltsverhandlungen für den Öffentlichen Dienst:

 

Kommentar von Manfred Walter

Meine „Milchmanfredrechnung“: Wenn der Lohn- und Gehaltsabschluss der GÖD nicht in Prozenten sondern als Fixbetrag abgeschlossen worden wäre, so würde die monatliche Gehaltserhöhung für jede
Mitarbeiterin, jeden Mitarbeiter ca € 134,- betragen. Das wäre in meinem Fall mehr als das Zweieinhalbfache von dem, was sich bei der prozentuellen Erhöhung ergibt. Und ich bin nicht in der
niedrigsten Lohnstufe! Basis der „Milchmanfredrechnung“ sind die Kosten, die der Finanzminister mit 375 Mio. Euro beziffert und ca. 200.000 öffentlich Bediensteten.

Volkswirtschaftlich voll daneben
Also, hinfort mit den Prozenten und her mit Fixbeträgen! Das wäre nicht nur fair, sondern auch volkswirtschaftlich vernünftig, weil es auch die Kaufkraft der Kolleginnen und Kollegen in den
unteren Lohnstufen wirklich stärken würde. Damit würde der größte Teil der Gehaltserhöhung direkt in den Konsum – Abdeckung der Lebenskosten – fließen und nicht überwiegend die Sparquote jener in
den top Gehaltsstufen erhöhen.

 

Kommentar von Gerhard Pušnik

Der Lohn- und Gehaltsabschluss 2019 der GÖD
– ist weit entfernt von unseren Forderungen/Vorstellungen
– stellt keine „Kaufkraftsteigerung“ dar
– ist schlechter als der Metallerabschluss
– ist für die niedrigen Gehaltsstufen beschämend
– ist ohne irgendeine besondere gewerkschaftliche Anstrengung (von Kampf mag ich wirklich nicht reden) zustande gekommen
– bringt vor allem ein Image-plus und Genugtuung für Strache/Löger
Wenn wir diesen Abschluss einfach kritiklos hinnehmen, dann signalisieren wir, dass wir immer mit dem zufrieden sind, „was halt rauskommt“, weil man ja „realistisch“ sein muss.

Manfred Walter: UGÖD-Vorsitzender, Betriebsrat, stv. Betriebsratsvorsitzender, Mitglied der Bundesvertretung 16 und der Landesleitung 16,
Mitglied des Landesvorstandes der AUGE/UG OÖ

Gerhard Pušnik: ÖLI-UG stv. Vorsitzender, Vorsitzender VLI, Vorsitzender FA-AHS/Vorarlberg, stv.Vorsitzender ZA-AHS, Mitglied
EBL-AHS